Abrechnung von Fortbildungen

"Bei Dienstreisen wird die Zeit der dienstlichen Inanspruchnahme am auswärtigen Geschäftsort und die Zeit der Hin- und Rückreise zum Geschäftsort einschließlich der erforderlichen Wartezeiten berücksichtigt, höchstens für jeden Tag bis zu elf Stunden."

Dies bedeutet:

  • Ab dem Augenblick des Losfahrens bis zur Ankunft am Seminarort ist alles Hinreise! Wartezeiten auf die Anschlussbahn, auf den nächsten Bus, die Zeit im Stau - alles zählt zur Hinreise.
  • Am Seminarort zählen die Zeiten, in denen gearbeitet wird, ganz gleich ob am Vormittag, Nachmittag oder am Abend. Kaffee-, Essens- oder Ruhepausen zählen nicht dazu!
  • Mit der Rückreise verhält es sich ebenso wie mit der Hinreise.
  • Kommt man dabei über 11 Stunden, sind diese Zeiten leider nicht mehr anzurechnen.
  • Fallen an einem Seminartag mehr Stunden an, als die eigentliche Arbeitszeit beträgt entstehen Mehr- oder Überstunden.
  • Fallen hingegen weniger Stunden an, entstehen Minusstunden.
  • Sind bei einem mehrtägigen Seminar Übernachtungen vorgesehen und vom Arbeitgeber genehmigt, können nur am An- und Abreisetag Hin- und Rückreisen geltend gemacht werden.

Liegen die Fortbildungen vorwiegend im eigenen Interesse, kann Arbeitsbefreiung beim Arbeitgeber beantragt und von diesem genehmigt werden. In diesem Fall können keine Stunden oder Fahrkosten abgerechnet werden. Der Vorteil der Arbeitsbefreiung liegt darin, dass kein Urlaub genommen werden muss.