Geschichte

Die Ev.-luth. Dorotheen-Kirchengemeinde Nortrup-Loxten ist im 19. Jahrhundert aus dem alten Kirchspiel Ankum hervorgegangen.

Am 10. Oktober 1841 wurde in Loxten der erste Gottesdienst gefeiert. Freiherr Hermann von Hammerstein und seine Ehefrau Dorothea von Hammerstein, geb. von Rössing, dürfen wohl als Förderer einer eigenständigen evangelischen Kirchengemeinde in Nortrup-Loxten besonders genannt werden.

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Einige Jahre fanden die Gottesdienste in einem von ihm "eingeräumten Local" (Betsaal, Raum im östlichen Anbauflügel) des Gutes Loxten statt.

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Unter dem 14. Juli 1843 verpflichtete sich Freiherr Herrmann von Hammerstein, "zum Kirchbau und zu einem Totenacker eine Fläche des Grundes von 2 1/2 Scheffel Saat Kettenmaße in der Nähe der Straße, die sich von dem Gute selbst an der Wohnung des Jägers Fenstermann vorbei, nach dem Blauen Thore hinzieht, unentgeldlich herzugeben."

Am 1. Sonntag nach Ostern (Quasimodogeniti) 1846 bekommt die Gemeinde vom Vorstand des Localvereins der Gustav-Adolf-Stiftung in Osnabrück einen Abendmahlskelch überreicht, zum Andenken an die dreihundertjährige Gedächtnisfeier des Todes Dr. Martin Luthers zu Osnabrück. Dieser Kelch ist heute noch im Gebrauch.

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Am 1. Sonntag nach Epiphanias 1854 wurde der erste Gottesdienst gefeiert. Pastor Albert Christian Haspelmath hatte an diesem Tag seine Ordination. Die Kirchengemeinde hatte damals schon 811 Gemeindeglieder. Sie fanden sich nun zu Gottesdiensten auf dem Gut Loxten zusammen.

Am 22. November 1854 vollzog sich in gutem Einvernehmen der Freikauf von Ankum.

Am 10. Mai 1858 fand die erste Bestattung auf dem Friedhof statt. Der Grabstein der zwölfjährigen Meta Lübke ist auf dem Hauptweg des Friedhofs als Sockel unter dem Hochkreuz noch heute vorhanden. In diesem Jahr wurde der Friedhof eingeweiht.

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Der Missionsverein in Uelzen hat die Kirchengemeinde über das Jahr 1855-56 unterstützt.

1859 konnte dann mit dem Bau der Kirche (Grundsteinlegung mit der Inschrift: "Christlicher Bruderliebe") begonnen werden mit der Hilfe des Gustav-Adolf- Vereins und anderer großzügiger Spenden.

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Am 18. Oktober 1860 wurde die Kirche geweiht und erhielt aus Dankbarkeit gegenüber dem Freiherrn Hermann von Hammerstein und seiner Frau Dorothea (1803-1847) geb.von Rössing den Namen Dorotheen-Kirche.

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Inschrift:
Sie liebte das Wesen und nicht den Schein. / Wir lieben sie alle Groß und Klein.

Gebaut wurde die Kirche im neu-gotischen Stil vom Baurat Conrad Wilhelm Hase zu Hannover, der auch die "Schwesterkirche" in Baccum bei Lingen schuf. Im gleichen Baustil (Backstein) errichtete er 1861 das Pfarrhaus, das heute als Gemeindehaus genutzt wird.

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Pastor August Heinrich Wilhelm Friedrich Vogelsang wirkte in der Zeit von 1890-1914. 1910 wurde das 50-jährige Jubiläum gefeiert. DIe Kirche wurde neu ausgemalt und Kirchenfenster von ihm, Familien, Kirchenvorstände und Firmenbesitzer gestiftet. Eine Altardecke, Kronleuchter, Teppich und DM 300,-- werden dankbar erwähnt. Sein Andenken wird in der Gemeinde lebendig erhalten durch eine Hostiendose mit seiner Widmung.

1946 mussten nach den Kriegsschäden mehrere Fenster erneuert werden.

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Das Altarbild war zerstört und wurde durch ein Holzkreuz 1955 aus Oberammergau ersetzt. Die elektrische Beleuchtung wurde angebracht.

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Der Taufstein ist aus Sandstein und ist ein Geschenk einiger protestantischer Familien aus Ankum.

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1958 konnte ein neues Geläute, das aus vier Glocken unterschiedlicher Größe besteht geweiht werden.

1962 wurde die Kirche renoviert und 1964 wurde durch die Firma Hammer, Hannover eine neue Orgel eingebaut. Sie hat 2 Manuale, 14 Register und 1046 Pfeifen. Am 12. April 1964 wurde sie eingeweiht.

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Am 2. Advent 1981 wurde das Gemeindehaus (ehem. Pfarrhaus) eingeweiht. 1984 entsteht dann das neue Pfarrhaus. Hier wohnt die Pastorenfamilie und das Pfarrbüro ist dort untergebracht.

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1985 feierte man das 125-jährige Jubiläum und 1994 renovierte man die Kirche.

2003 wurden Einzelkelche für das Abendmahl angeschafft.

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Kurz vor den Sommerferien 2005 wurde der Altar und die Kanzel vom Bramscher Restaurator Horst Icks saniert. Nach einer gründlichen Reinigung wurden schadhafte Stellen ausgebessert; das Kruzifix sowie der Hintergrund erhielt eine neue Farbe.

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Auf Anregung der Mitglieder des Frauenkreises wurden für die erste Reihe zehn neue Stühle angeschafft, sodass künftige Eheleute bei ihrer Trauung nun auf Polsterstühlen aus wunderschönem Kirschholz Platz nehmen können. Bezahlt wurden die neuen Sitzgelegenheiten aus dem Erlös des Bazars 2002 und 2004.

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Ab September 2006 wird ein neues KonfirmandInnenmodell eingeführt.

Die VorkonfirmandInnen haben samstags von 09:00 - 12:30 Uhr (monatlich) und die HauptkonfirmandInnen am Samstag von 09:00 - 12:30 Uhr Unterricht.

Eine neue Küche wurde im Juli 2008 für das Gemeindehaus angeschafft. Sie wurde aus Basarrücklagen 2006 und von den Einnahmen des Gemeindefestes 2007 finanziert.

Der Kirchenkreis hat sich an den Ausgaben für die Küche ebenso beteiligt. Ebenfalls erneuert wurden die Fliesen und der Fußboden in Küche und Garderobenbereich.

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Die Einweihung der Küche war am Sonntag, 31.August 2008, im Anschluss nach dem Gottesdienst zur Begrüßung der neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden.

Die Solaranlage wurde im November 2008 installiert.

Erneuerung der Uhr und der Schalllochverkleidung am Turm der Dorotheen-Kirche Nortrup-Loxten im Mai 2008.

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Die Verfugung des kompletten Turms der Dorotheen-Kirche ist derart sanierungsbedürftig, dass sie in den nächsten Monaten vollständig erneuert werden muss; durch Frostschäden zerborstene Steine werden im Zuge dieser Maßnahme erneuert.

Der Kirchenvorstand der Dorotheen-Kirchengemeinde und das Amt für Bau- und Kunstpflege in Osnabrück haben für diese Baumaßnahme die Zusage auf Übernahme der Kosten in Höhe von ca. 130.000 € von der Landeskirche Hannovers und des Kirchenkreises Bramsche erwirken können.

Die Sanierung der Kirchturmuhr und die Erneuerung der Schalllochverkleidung fällt allerdings zu 100% in die Zuständigkeit der Dorotheen-Kirchengemeinde Nortrup-Loxten.

Der Kirchenvorstand möchte gerne die besondere Gunst nutzen, dass im Zuge der kompletten Einrüstung des Turms eine kostengünstige Erneuerung von Turmuhr und Schalllochverkleidung am Turm möglich ist.

Die Kostenschätzungen hierfür belaufen sich auf ca. 9.500 €.

Finanziert werden sollen diese Arbeiten aus Mitteln der Baurücklage der Kirchengemeinde und aus Spenden.

Die Glocken läuteten momentan nicht weil...

"Fast bis in die Spitze des Turmes ist Pastor Bernd Schreinecke-von Clausewitz geklettert. Er entdeckt nicht nur die schmalen Bretter, Steine, Hölzer und Werkzeug womit gearbeitet wird, sondern die tragenden Balken sehen sehr mitgenommen aus.

Das Wetter hat diese Balken mürbe gemacht und die Trockenfäule hat sich ausgebreitet. Das Holz wird von Pilzen infiziert und fressen die Balken auf. Das Holz kann mit der Hand leicht zerbröselt werden."

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Foto: Holger Wille, Bersenbrücker Kreisblatt

Diese Balken halten den Glockenstuhl. Deswegen schweigen die tonnenschweren Glocken aus Eisen. Die Kosten beliefen sich momentan auf 130.000 €. Sie wurden vom Kirchenkreis Bramsche und der Landeskirche Hannover übernommen. Die Sanierung für die Kirchturmuhr trägt die Gemeinde Nortrup alleine. Nun fallen nochmals 35.000 € an.

Der Glockenstuhl selber ist nicht befallen, er besteht aus Eiche. Dieses Holz ist nicht so anfällig wie Fichtenholz.

Inzwischen sind Stahlträger eingezogen, die die bestehenden Balken verankern und stützen. Die Sanierung des Kirchturmes ist abgeschlossen.

Die Glocken laden uns wieder ab den 19. Dezember 2008 zum Gottesdienst ein.

Die heutige Gemeinde besteht aus den Orten Ankum, Eggermühlen, Kettenkamp und Nortrup.

Unsere Partnergemeinde ist die Ev.-luth. Kirchengemeinde Klix.