Silberne Konfirmation 2018

Silberne Konfirmation an St. Martin

am 18. Februar 2018

mit Gedanken zu Konfirmationssprüchen

und mit Abendmahl

gehalten von Superintendent Hans Hentschel, Pastor Arndt Bernhard Müller und Mitarbeitenden

 

 

Glockenläuten

Kantorei ‚Dein Wort, o Herr, wohnt weit und ewig im Himmel …‘

Begrüßung

Kerzenanzünden:

Eine/r: Ich bin derzeit in der Konfirmandenstunde. Wir haben gelernt, dass Gott die Welt geschaffen hat. Vielleicht nicht in sieben Tagen, aber er hat diese Welt durch sein Wort gemacht. Darum ist die Welt nicht unser Eigentum. Sie gehört Gott und er hat sie uns geliehen. Das heißt: wir haben Verantwortung dafür, dass Gottes Eigentum nicht kaputt gemacht wird. Gott ist der Welt nahe. Auch uns in diesem Gottesdienst. Darum brennt jetzt die erste Kerze.

Einer/r: Ich bin derzeit in der Konfirmandenstunde. Wir haben gelernt, das Jesus alle Menschen liebt und dass er Frieden und Verständnis unter Menschen will, die jeder einzelne ganz anders sind. Für Jesus gelten Staatszugehörigkeit oder politische Verhältnisse nichts. Er will die Liebe. Liebe zu Reichen und zu Armen, zu Flüchtlingen und Heimatverbundenen. Jesus ist den Menschen nahe. Auch uns in diesem Gottesdienst. Darum brennt jetzt die zweite Kerze.

Eine/r: Ich bin derzeit in der Konfirmandenstunde. Wir haben gelernt, dass es einen Heiligen Geist gibt, der sozusagen Gott unter die Menschen bringt. Dieser Heilige Geist lässt Menschen glauben, dass Jesus bis heute lebt und will, dass alle sich vertragen. Der Heilige Geist ist das Gegenteil vom Ungeist des Egoismus und des ständigen Lebens nach der eigenen Nase. Der Heilige Geist ist unsichtbar auch unter uns. Auch in diesem Gottesdienst. Darum brennt jetzt die dritte Kerze.

Alle: Wir sind beisammen im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen

Lied EG 452, 1 - 3 ‚Er weckt mich alle Morgen …‘

Hans Hentschel: Ich gebe seit 1980 Konfirmandenstunden. Vor allem sind es vier Psalmen von den insgesamt 150, die ich versucht habe, meinen Konfirmanden mitzugeben. Wir haben sie am Anfang oder am Ende der Konfirmandenstunde so oft gelesen, dass sie sich idealerweise von selbst auswendig lernten. Diese vier Psalmen sind der Psalm 23, Psalm 27, Psalm 121 und Psalm 139.

Ich habe Konfirmanden gebeten, ein Psalmenpotpurrie aus diesen vier Psalmen zu lesen. Wir singen danach den ersten Vers vom Lied ‚Lobe den Herren‘.

Eine/r 1:Der Herr ist mein Hirte.

Eine/r 2:Von allen Seiten umgibt mich Gott.

Eine/r 1:Mir wird nichts mangeln.

Eine/r 3:Gott hält seine Hand über mir.

Eine/r 2:Ob ich gehe oder liege, so ist ER um mich.

Eine/r 3:Ob ich schon wanderte im finsteren Tal, so fürchte ich kein Unglück.

Eine/r 1:Gott der Herr ist mein Licht und mein Heil.

Eine/r 2:Ich gehe oder liege, so ist Gott um mich.

Eine/r 3:Der Herr ist meines Lebens Kraft, vor wem sollte mir grauen?

Eine/r 4:Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

Eine/r 2:Gott deckt mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde und schenkt mir voll ein.

Eine/r 4:Der Hüter Israels schläft und schlummert nicht.

Eine/r 1:Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang.

Eine/r 3:Der Herr behütet Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit.

Eine/r 2:Führe ich gen Himmel, so ist Gott da. Bettete ich mich bei den Toten, so ist er auch da!

Eine/r 4:Ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.

Alle: Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. Amen

Liedruf 317, 1 ‚Lobe den Herren, den mächtigen König …‘

Pastor Müller: Gebet:

Hans Hentschel: Vorstellung Pastor Arnd Bernhard Müller: Wir haben als Nachfolger für Pastor Andreas Siemens Pastor Arnd Bernhard Müller für Dienste in unserer Gemeinde und im Kirchenkreis bekommen. Im Rahmen einer 75% Stelle wird er pastorale Entlastung vor allem für die Stelle des Superintendenten geben. Ich stelle allen diesen Pastor vor und führe ihn in seinen Dienst hier in der Gemeinde ein.

Lieber Bruder, mit diesem Handschlag begrüße ich Sie herzlich im Team von St. Martin. Ich wünsche Ihnen alles Gute für Ihren Dienst an und mit den Menschen hier und an den Orten im Kirchenkreis, wo es nötig sein wird.

Segen für den Pastor

Schön, wenn Sie für Menschen in der Gemeinde zu einem Boten, einem Engel, werden können, der ihnen sagt: Fürchte dich nicht denn Gott lebt für dich.

Schön wenn viele in dieser Gemeinde zu Botinnen und Boten unseres Gottes werden können, die den Menschen sagen: Fürchtet euch nicht, denn Gott lebt für euch.

So übernimm nun den Dienst in dieser Gemeinde.

Kantorei ‚Gott hat mir längst einen Engel gesandt …‘

Im Konfirmandenunterricht werden wir uns am kommenden Donnerstag über neue und alte Glaubensbekenntnisse unterhalten. Heute hören wir ein neues Bekenntnis. Dazu bitte ich aufzustehen, obwohl es natürlich niemand mitsagen kann. Wir bekennen unseren Glauben:

Glaubensbekenntnis

Ich glaube dir, Gott. In dir gründet mein Leben.

Du hast mich gekannt, bevor ich geboren war.

Ich glaube dir, Gott.

Du nimmst mich auf am Ende meiner Tage und öffnest mir deine Ewigkeit.

Ich glaube dir, Gott.

In Jesus von Nazareth kann man dich erkennen.

Ich glaube dir, Jesus Christus.

Du hast dich auf mich eingelassen, ehe ich es verstanden habe.

Du wirst diese Welt verändern schon heute und hier.

Ich glaube dir, Heiliger Geist.

Weil du da bist, werde ich frei. Du hast die Sehnsucht nach Frieden und Gerechtigkeit in mich eingepflanzt.

Du richtest mich auf wenn ich niedergeschlagen bin und webst - auch durch mich - an deiner Ewigkeit.

Ich glaube dir, Gott!

Nicht immer gleich stark.

Aber voll Glauben an Dich bitte ich:

Lass meinen Glauben diesen Tag überleben.

Ich glaube an dich: Den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist.

Amen

Hans Hentschel: Liebe Gemeinde, nun muss ich gestehen, dass es heute keine ‚richtige‘ Predigt geben wird. Was jetzt kommt, ist ein Versuch. Eine Predigtunterhaltung. Liebe Silberne Konfirmanden, in 25 Jahren, die Sie konfirmiert sind, hat es sich in unserer Kirche eingebürgert, dass wir immer wieder mal etwas versuchen. Etwas versuchen, um zeitgemäß und um in einer sich dauernd verändernden Welt, das Evangelium zu predigen. Manche schätzen diese Versuche, andere finden sie nicht so gut. Sie können sich heute ein eigenes Bild machen.

Ich habe immer gern Konfirmandenunterricht gegeben. Viele Erlebnisse verbinden sich damit auf dem Weg durch das Pfarramt.

Liebe Silberne Konfirmanden, Pastor Müller und ich werden Ihnen und der ganzen Gemeinde etwas aus unseren Konfirmandenstunden erzählen.

Ich fange an.

Die witzigste Konfirmandenerfahrung habe ich in Ostfriesland gemacht. Wir saßen in der Stunde zusammen und die Leidensgeschichte Jesu war dran. Ich fragte: ‚Wer oder was ist eigentlich Pontius Pilatus?‘ Kein Konfirmand meldet sich. Ahnungsloses Schweigen. Dann meldet sich Wladimir: ‚Ich glaube, dass ist der lateinische Name der schwere Krankheit, an der Jesus gelitten hat.‘ Na klar! ‚Gelitten unter Pontius Pilatus …‘ sowie Diabetes Mellitus.

Zu den schönsten Erfahrungen gehört der Kontakt mit den Teamern in der Konfirmandenarbeit.

Hans Hentschel: Lieber Bruder, wie lange unterrichten Sie eigentlich schon Konfirmandinnen und Konfirmanden?

Arnd Bernhard Müller:

Hans Hentschel: Haben Sie eine Erinnerung an eine lustigste oder schönste Konfirmandenstunde?

Arnd Bernhard Müller:

Hans Hentschel: Von Beginn an, durften sich die Konfirmanden bei mir ihren Konfirmationsspruch selbst aussuchen. Manchmal haben das einzelne Konfirmanden nicht gemacht. Die Gründe waren vielfältig. Mangelndes Interesse, Fehlen in den entsprechenden Konfirmandenstunden, auch der Wunsch: ‚Suchen Sie was für mich aus!‘ Der am öftesten von mir ausgesuchte Spruch, weil ich ihn sehr liebe: ‚Gott hat uns nicht gegeben einen Geist der Verzagtheit, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.‘

Lieber Bruder, gibt es einen Bibelspruch, den Sie gefühlt für den am meisten gewünschten Konfirmationsspruch aus Ihren bisherigen Gemeinderfahrungen halten? Und welchen biblischen Spruch finden Sie besonders schön?

Arnd Bernhard Müller:

Hans Hentschel: Ich will Ihnen, liebe Silberne Konfirmandengruppe und natürlich auch den anderen kurz erklären, warum ich den Spruch so schön finde: Gott hat uns nicht gegeben einen Geist der Verzagtheit sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.‘

Mir gefällt, dass hier vom Mut und von Zivilcourage gesprochen wird. Wir brauchen Mit, um unsere Welt nach dem Willen Gottes, im Geist Gottes zu gestalten. Dazu gehört, dass wir in diesen Tagen allen jenen unser Nein entgegensagen, die wieder anfangen Ideologien aus braunen Tagen gegen andere z.B. Muslime hervorkramen. Verzagtheit ist nicht Sache der Christen, sondern das klare Wort, zu dem man dann auch steht und da finde ich es gut, dass sich viele Menschen an gegebene Worte erinnern und Wortbruch nicht einfach hinnehmen.

Bruder, würden Sie bitte auch kurz erklären, was Ihnen an dem von Ihnen genannten Spruch gut gefällt.

Arnd Bernhard Müller:

Hans Hentschel: ... und jetzt eine aufregende Frage: hat jemand von Ihnen Lust, sich an die eigene Konfirmandenzeit zu erinnern und uns daraus etwas zu erzählen?

Werauchimmer:

Arnd Bernhard Müller: spontanes Zubinden des Sackes mit ‚Amen‘ am Ende

Lied ‚Eingeladen zum Fest des Glaubens …‘

Hinführung zum Abendmahl

Hans Hentschel: Jesus hat es keinem Menschen verweigert, mit ihm ein Stück zu gehen, ihn auf die Liebe Gottes anzusprechen oder ihm einen Platz am Tisch der Kinder Gottes anzubieten. Wenn wir jetzt das Abendmahl feiern, werden wir am Familientisch jener stehen, die zu Gott gehören. Alle dürfen kommen, alle dürfen auf die Zusage der Nähe Jesu ihr Amen sagen.

Zunächst kommen die Silbernen Konfirmanden, die mit Namen und einer kurzen Anrede als Ehrengäste dieses Tages angesprochen werden, bevor wir Brot und Saft austeilen. Und dann sind Sie als Freunde, Familien und Wegbegleiter eingeladen.

Bevor wir aber zum Tisch des Herrn kommen, singen wir unser Tischgebet.

Lied EG 465 ‚Komm, Herr Jesus, sei du unser Gast …‘

Einsetzungsworte

Arnd Bernhard Müller: Jesus sitzt mit seinen Jüngern beisammen. Er nimmt das Brot, dankt Gott: ‚Vater hab Dank für Speis und Trank‘. Dann zerbricht er das Brot sagt: ‚Viele Teile ergeben ein Ganzes. So ist es auch bei uns. Wir sind eine Gemeinschaft aus Vielen. Mein Leben aber wird zerbrochen wie dieses Brot und doch lebe ich im Brot das Ihr untereinander teilt, wenn Ihr meinen Namen dabei nennt. Ich bin das Brot.‘ Lasst euch nicht von mir trennen. (mit Kreuzeszeichen) Dies ist mein Leib, der für euch gegeben wird.

Hans Hentschel: Jesus sitzt mit seinen Jüngern beisammen. Er nimmt den Kelch mit dem Saft der Trauben, sagt: ‚Wir sind verbunden in dem wir aus diesem Kelch trinken. Mein Leben wird mir genommen aber ich werde im Himmel mit euch wieder gemeinsam vom Gewächs des Weinstocks trinken. Und i.ch lebe in dem Kelch, den ihr durch eure Reihen gebt, wenn Ihr dabei meinen Namen nennt. (mit Kreuzeszeichen)Dies ist mein Blut, das für euch vergossen wird.

Lied EG 229, 1 – 3 ‚Kommt mit Gaben und Lobgesang …‘

Austeilung(zum Schluss jeweils im Wechsel mit biblischem Sendungswort. Ich beginne.)

Anrede an die Silbernen KonfirmandInnen: Liebe Silberne Konfirmanden, unsere Konfer Gruppen haben jeweils einen Mottonamen. Die diesjährige Gruppe heißt ‚Bunt & Schön‘. Wr sind auf diesen Namen gekommen, weil er sozusagen vor den Spiegel gelegt werden kann. Unsere Kirchengemeinde soll bunt und schön sein, unsere Konfirmanden sind es und das Motto kann auch noch in den Geschichten und Begegnungen der Bibel wiedergefunden werden. Viele dieser Geschichten sind bunt und schön.

Und da habe ich Ihnen nun dieses kleine Geschenk zu machen. Es sind Buntstifte und es ist ein Bild von einer Kirche. Wenn Sie zu Hause sind, können Sie dieses Bild mit den Stiften bunt zeichnen. Und wenn Sie das tun, dann entdecken Sie vielleicht, dass Ihnen bei aller fröhlichen Farbigkeit eine Farbe fehlt, die sie gern nehmen würden.

Jeder Mensch – so ist das bei uns der Kirche – hat eine eigene Farbe und manchmal entdecken wir, dass sie in unserer Buntheit und Schönheit fehlt. Sie sind eingeladen unter die bunte und schöne Liebe Gottes und Sie dürfen hören, dass wir uns über Ihre Farbe in unseren Gemeinden freuen.

Arnd Bernhard Müller : Danket dem Herrn, denn er ist freundlich und seine Güte währet ewiglich.

Kantorei ‚Du bist da …‘

Fürbitten

Vaterunser

Lied 316, 5 ‚Lobe den Herren …‘

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