Krankengeld

Krankengeld wird 6 Wochen lang gezahlt; anschließend bekommen Sie einen Zuschuss vom Arbeitgeber, der das Defizit zwischen Krankengeld und Nettolohn abdeckt:

  • Bei mehr als 1 Jahr Beschäftigung Zuschuss bis zum Ende der 13. Woche.
  • Bei mehr als 3 Jahren Beschäftigung Zuschuss bis zum Ende der 36. Woche.

Bitte immer eine Bescheinigung der Krankenkasse über die Höhe des Krankengeldes in der Personalabteilung abgeben!

 

Krankengeldzuschuss (§ 22 Abs. 2 und 3 TV-L) 

Der Krankengeldzuschuss wird in Höhe des Unterschiedsbetrages zwischen den tatsächlichen (Brutto-)Barleistungen des Sozialversicherungsträgers und dem Nettoentgelt gezahlt.

Anspruch auf Krankengeldzuschuss besteht unverändert nur für die Zeit, für die Krankengeld oder entsprechende gesetzliche Leistungen gezahlt werden. Der Zahlung des gesetzlichen Krankengeldes gleichgestellt sind folgende Leistungen aus der gesetzlichen Renten- und Unfallversicherung:

-    Übergangsgeld nach §§ 20 ff. SGB VI,

-    Verletztengeld nach §§ 45 ff. SGB VII und

-    Versorgungskrankengeld nach §§ 16 ff. Bundesversorgungsgesetz.

Der Anspruch auf Krankengeld entsteht ab Beginn einer stationären Maßnahme der Krankenkasse beziehungsweise von dem Tag an, der auf den Tag der ärztlichen Feststellung der ärztlichen Arbeitsunfähigkeit folgt (§ 46 SGB V). Voraussetzung für die Zahlung des Krankengeldes ist, dass die Versicherte die Arbeitsunfähigkeit durch eine ärztliche Bescheinigung pünktlich ihrer Krankenkasse nachweist; die Frist hierzu beträgt eine Woche (§ 49 Nr. 5 SGB V).

Im Falle einer Wiederholungserkrankung, bei der ein Entgeltfortzahlungsanspruch gegen den Anstellungsträger nicht mehr besteht, werden das gesetzliche Krankengeld und der tarifliche Krankengeldzuschuss daher erst ab dem Folgetag der ärztlichen Feststellung der Arbeitsunfähigkeit gezahlt (so genannter Wartetag). Zur Vermeidung von finanziellen Einbußen ist es daher im Fall von Wiederholungserkrankungen erforderlich, die ärztliche Bescheinigung bereits am ersten Erkrankungstag einzuholen und unverzüglich der Krankenkasse und dem Anstellungsträger vorzulegen