7 Wochen Zuhören und Helfen

Nachricht 17. Februar 2021

In der Zeit der Corona-Pandemie sind Menschen weltweit von globalen Herausforderungen getroffen, die zwischenmenschliche Kontakte sind reduziert um die Pandemieverteilung vorzubeugen. Obwohl es im Sinne der Gesundheit eine völlig nachvollziehbare Politik ist, leidet der soziale Zusammenhalt unter der Einschränkung enorm. In dieser schwierigen Phase der Ungewissheit wollen wir Menschen unterstützen und begleiten.

Spendenkonto:

IBAN: DE63 2655 1540 0015 9011 50
Stichwort: 7 WOCHEN ZUHÖREN UND HELFEN

Grußwort Superintendent Joachim Cierpka

‚Liebe geht durch den Magen‘, heißt es sprichwörtlich. In der nun beginnenden Fastenzeit soll die Aufnahme des Magens ja durchaus begrenzt werden – und die Liebe darf sich noch ganz andere Wege suchen.

In den kommenden Wochen möchten wir Sie daher einladen, sich mal aufs Ohr zu konzentrieren und ein offenes Ohr für andere zu haben. Als Zeichen der Nächstenliebe und des sozialen Engagements in der Passionszeit.

Mit der Aktion ‚7 Wochen zuhören und helfen‘ rufen wir auf, Anderen das Ohr zu leihen – zuzuhören und dann zu handeln.

Ein offenes Ohr ist die Voraussetzung für ein weites Herz. Inmitten der Fülle von Worten und Geräuschen, die täglich auf uns einprasseln, geht vieles unter – wir machen dicht. Vor allem die leisen Töne haben es schwer. Zu denen gehören die schüchternen, manchmal schamhaften Äußerungen von Not, Angst und Verzweiflung. Gerade aber in dieser Zeit der Pandemie, der mangelnden persönlichen Begegnungen wachsen die Nöte. Und somit auch die Notwendigkeit, gehört zu werden.

Neben denen, die sich stets Gehör verschaffen über Lobbyisten, professionelle Sprecher und Veröffentlichungen bleiben häufig diejenigen auf der Strecke, deren Nöte groß sind, aber deren Selbstwertgefühl klein ist. Dazu gehören in dieser Zeit alleinerziehende Mütter, Menschen aus die Niedriglohnbereichen der Dienstleistungen, Kinder, die häuslicher Gewalt ausgesetzt sind, um nur einige wenige beispielhaft zu nennen.

Lassen Sie uns miteinander in den kommenden Wochen genau hinhören und handeln. Indem wir denen Stimme verleihen, die so oft in unserer Gesellschaft überhört werden. Lassen Sie uns für die eintreten, die keine laute, öffentliche Stimme haben, die für die spricht. Lassen Sie uns praktisch all denen helfen, die uns brauchen, um die Atmosphäre der Menschlicht und Wärme in unserer direkten Nachbarschaft zu befördern. Damit schaffen wir neue Perspektiven für die Zukunft.

Nehmen Sie sich etwas Zeit zu zuhören. Und lassen Sie sich einladen, auch durch Spenden zu helfen. Und sagen Sie es weiter. Ich bin sicher – damit werden wir alle gewinnen. Und den Grundstein legen für eine neue Qualität des Miteinanders.

Als Schirmherr der Aktion bitt ich Sie um Ihr Ohr – und Ihr Herz. Vielen Dank.

Woche 1 - Die Geschichte von Familie Müller