Wochengruß von Pastor Friedrich Hülsmann

Nachricht 06. Oktober 2019

„U“ wie „Ungerechtigkeit“

Urgeschichte – das ist der Name für 1. Mose 1-11. – Warum ist die Welt so schön? Wie kommt’s, daß die Sonne jeden Morgen aufgeht, das Wasser nicht bergauf fließt und die Vögel den Weg in den Süden kennen? Die Antwort lautet: Das alles hat Gott angeordnet. Auch heute morgen hat er zum Beispiel befohlen: „Es werde Licht!“

Warum ist die Welt kein Paradies? Das liegt an den Menschen. Nennen wir sie Adam und Eva! Von zwei Menschen kann man leichter erzählen als von allen. Gleich am Anfang haben sie von der verbotenen Frucht gegessen. „Sollte Gott gesagt haben …?“ Mit dieser Frage kommen wir auf die Welt. Sie ist der Anfang allen Übels.

Warum gibt es Mord und Totschlag? Weil die Menschenbrüder verschieden sind wie Kain und Abel. Der eine bringt den andern um. „Da sprach der HERR zu Kain: Wo ist dein Bruder Abel? Er sprach: Ich weiß nicht; soll ich meines Bruders Hüter sein?“ Un-aufhörlich berichten unsere Zeitungen vom täglichen Brudermord.

Warum steht der Regenbogen am Himmel? Weil er an Gottes Treue erinnern soll: „Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“ Was hat Gott mit der Sintflut erreicht? Er sieht jetzt ein: Der Mensch ist ein hoffnungsloser Fall. Gottes Treue allein kann die Welt retten.

Warum gibt’s verschiedene Sprachen? Die Geschichte vom Turmbau zu Babel gibt uns die Antwort. Die Leute dort sehen gern auf andere Menschen herab. In ihrem Größenwahn wollen sie einen gewaltigen Turm bauen. Das kann Gott nicht zulassen. Sie reden aneinander vorbei. Seitdem ist zu hören: Ich mache nicht mehr mit!

Wie gut hat alles angefangen! Gott hat die Welt schön geschaffen. Aber plötzlich wollen die Menschen nicht mehr auf ihn hören – wie Adam & Eva. Sie bringen ein-ander um – wie Kain & Abel. Sie bringen Gott dahin, daß er alles wieder vernichten will – wie bei der Sintflut. Sie zerstreiten sich – wie beim Turmbau zu Babel.

Trotzdem hat Gott die Menschen lieb. Adam und Eva müssen nicht sofort sterben. Auch Kain darf weiterleben. Mit Noah setzt Gott einen neuen Anfang. Nach dem Turmbau-Desaster geht’s mit Abraham weiter. Gott macht ihn zum großen Volk. Dort wird Christus geboren. Von ihm kommt die Rettung. Das Paradies ist wieder offen.