Wochengruß von Pastor Andreas Pöhlmann

Nachricht 24. Februar 2019

„D“ wie „Dämonen“

„D“ wie „Dämonen“ hat mich angesprochen. Das klingt nicht harmlos, sondern brandgefährlich, wo der Teufel im Spiel ist. In unserer lutherischen Kirche ist es aber um den diabolos, den großen Verwirrer, still geworden. Im Luther-Film ringt zwar der junge Mönch Martin mit dem Satan – aber man muß als Zuschauer bei diesem Teufel eher an eine psychotische Erscheinung denken als an ein reales Wesen. In den geschlossenen Stationen der Psychiatrie sitzen heute die Fachleute für Dämonen. Die Rede vom Bösen in Gestalt haben wir den Freikirchen überlassen. Ist die Rede vom Teufel zu Recht verstummt?

Überall, wo ganz konkrete Menschen für „Teufel“ erklärt werden, ist Widerspruch geboten. Nie wieder dürfen Menschen auf dem Scheiterhaufen landen, weil andere denken, sie seien mit dem Bösen verbündet! Das Böse wirkt aber auch weiterhin in unserer Welt, in Handlungsketten und Strukturen, die ein einzelner kaum ändern kann, die uns alle aber kaputt machen. Dass man heute kaum noch krank sein darf, ohne seinen Job zu verlieren, ist so etwas Destruktives. Dem Bösen zu widerstehen, ist dagegen ein Reifungsschritt. Jesus hat nach seiner Taufe in der Wüste gefastet. In der Klarheit von Fasten und Wüsteneinsamkeit hat ihn der Teufel dreimal in Versuchung gebracht. Dreimal hat er ihm bibelfest widerstanden. Dann diensten ihm die Engel. Widerstehen wir im Namen Jesu Christi täglich der Versuchung, andere schlecht zu machen, sie zu verteufeln  und ihnen Schaden zuzufügen! Dann weicht von uns das Böse, und die Engel dienen uns.