Wochengruß von Pastorin Andrea Wolters

Nachricht 28. Juli 2019

„N“ wie „Natur“

Wir brauchen dringend Regen! Die Landwirte klagen, aber die klagen ja eigentlich immer. Der Grundwasserspiegel ist äußerst niedrig. In den Wäldern ist es so trocken, dass die Waldbrandgefahr steigt. Der Wasserpegel in Flüssen, Seen und Talsperren sinkt. 

In Portugal brennt es schon, andernorts gibt es Überschwemmungen und Erdrutsche. Es gibt nur noch einige wenige, die den Klimawandel leugnen, und wenige, die aktiv etwas dagegen tun. 

Joseph von Eichendorff hat einst geschrieben: „die Natur ist das Bilderbuch, dass der liebe Gott uns draußen aufgeschlagen hat“.

Hitze und Regen und Naturkatastrophen gehören sicher dazu. Wenn man in der Sturmflut die Gewalt der Natur erlebt, dann ist das auch die Gewalt Gottes. Der Mensch ist da ganz klein und kann nichts ausrichten. 

Natur, dazu gehören aber auch all die anderen großartigen oder alltäglichen Dinge, die Gott geschaffen hat: 

Die Jahreszeiten, denn die Erde dreht sich ja nicht ganz gerade um die Sonne, sondern die Achse der Pole ist ein bisschen schräg. In unseren Breitengraden ist der Wechsel der Jahreszeiten besonders schön: Das Kleid der Bäume und die Farbe der Landschaft wechselt deutlich und eigentlich ist es selten grau. Wir können Wasser als einen erfrischenden Sprung ins Meer erleben, oder auch als Eisblumen an der einfachverglasten Fensterscheibe. 

So viel Phantasie und Liebe zum Detail gibt es zu bewundern. Regenwälder und Wüsten. Die Vielfalt in der Tierwelt ist ganz faszinierend: wie lustig dieses Elefantenbaby im Wiener Tiergarten Schönbrunn aussieht! Grau und dick, aber es gibt ja auch dünne rosa Tiere, oder welche mit einem blauen Hintern. 

Natur ist Gottes Schöpfung. Der Mensch soll sie erhalten und bewahren. Der Mensch darf sie auch bewundern und sich darüber freuen. 

Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei gelobet der Name des Herrn.