Wochengruß von Pastorin Christina Richter

Nachricht 24. März 2019

„F“ wie „Freude“

Mittwoch waren wir mit der Kirchenkreiskonferenz einmal nicht in kirchlichen Räumen, sondern im Industriepark Niedersachsen in Rieste. Dort arbeiten 2500 Menschen riesigen Hallen, von denen wir einen Komplex innen besichtigen konnten. In 12 Meter hohen Regalen werden Gefahrstoffe wie Dünger und Pflanzenschutz-mittel gelagert und an Kunden ausgeliefert. Wir haben eine Führung bekommen, und der Stolz und die Begeisterung des dortigen Leiters hat mich sehr beeindruckt. Er hat Freude an seiner Arbeit, das war deutlich zu spüren. Es fasziniert mich immer, wenn Menschen so davon überzeugt sind, dass ihre Arbeit gut und wichtig ist. 

Freude kann man an seiner Arbeit haben, aber auch an vielen anderen Dingen, etwa an der im Frühling wieder erwachenden Natur, wenn ein lieber Freund überraschend zu Besuch kommt oder man ein persönliches Geschenk macht oder bekommt. Schüler können sich an einer guten Note im Zeugnis freuen, Erwachsene an Erfolg bei der Arbeit und an vielen kleinen Dingen des Alltags. Freude tut wie das dazugehörige Lachen gut und ist ansteckend.

Viel Freude macht mir persönlich Fotografieren, Lesen, Musik Hören und Singen, und bei Freude denke ich sofort an den Chorsatz: „Das ist meine Freude“ von Dieter Golombek. Der Text stammt aus dem 73. Psalm, dort heißt es in Vers 28: „Aber das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte und setze meine Zuversicht auf Gott, den Herrn, dass ich verkündige all dein Tun.“ 

Der Vers passt gut zu meiner Arbeit als Pastorin, aber er ist auch für jeden anderen Christen wichtig, denn die größte Freude bekommen wir von Gott, und es ist unsere Aufgabe das anderen weiterzusagen. 

Welche Freude das ist, fragen Sie vielleicht, daher möchte ich es kurz erklären. Für mich ist die größte Freude, dass Gott mich liebt so wie ich bin mit all meinen Stärken und Schwächen. Er ist für mich da und begleitet mich auf meinem Lebensweg. Er gibt mir was ich zum Leben brauche und schenkt mir immer wieder neue Kraft. Bei ihm fühle ich mich geborgen, und ich vertraue darauf, dass er mich auch am Ende meines Lebens nicht verlässt und dereinst in seinem himmlischen Reich aufnimmt. Kann es eine größere Freude geben?