Wochengruß von Pastorin Christina Richter

Nachricht 14. April 2019

„G“ wie „Gutes tun“

Die biblische Geschichte zum Palmsonntag kennen wohl die meisten von Ihnen, es ist der Einzug Jesu in Jerusalem. Die Menschen stehen an den Straßenrändern und jubeln Jesus zu, der, wie es die Propheten angekündigt haben, auf einem Esel durch das Stadttor in Jerusalem einzieht. Die begeisterten Zuschauer legen Kleider und Palmzweige – daher der Name des Sonntags- auf den Weg und rufen „Hosianna dem Sohn Davids! Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn! Hosianna in der Höhe!“ Es ist der Beginn der Karwoche, in der sich Jesu Leiden und Sterben vollzieht. 

Das Thema der Andacht heute ist „Gutes tun“, und ich werde das mit dem Palmsonntag in Verbindung zu bringen.

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“, sagt ein bekanntes Sprichwort. Es besagt, dass Gutes nur im Handeln entsteht und nicht aus bloßen Worten. Aber was ist das Gute? Was würden Sie sagen? Was ist gut oder auch nicht? Woher nehmen wir den Maßstab, um unser Handeln zu beurteilen? Wir Christen haben es leichter als andere, denn in der Bibel steht ganz klar und deutlich, was gut ist. In Micha 6, Vers 8 heißt es: „Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.“ Jesus hat diese 3 Dinge getan, er hat nach Gottes Geboten gelebt, alle Menschen, sogar seine Feinde geliebt und war demütig seinem Vater gegenüber. Im Garten Gethsemane hat er zunächst Gott gebeten, den Kelch des Leidens an ihm vorübergehen zu lassen, aber schließlich willigt er ein und läßt sich ohne Gegenwehr von seinen Feinden gefangen nehmen und töten. Er gibt sein Leben für uns, um in jeder Art von Leiden bei uns sein zu können, in unserem Leben und auch im Sterben. Er hat all das selbst durchlitten und kann uns Trost und Kraft geben, wenn wir ihn darum bitten.

Doch was ist mit uns? Wollen wir auch Gutes tun, indem wir Gott als unseren Schöpfer und Herrn lieben und ehren und unsere Mitmenschen lieben wie uns selbst? So hat Jesus ja die 10 Gebote zusammengefasst und uns ermutigt entsprechend zu leben. Wir können Menschen in Not helfen, uns Zeit für die Sorgen anderer nehmen und ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Es fällt uns oft schwer, unsere Mitmenschen zu lieben und natürlich noch mehr Menschen, die uns oder anderen schaden wollen, aber wir können es immerhin versuchen und Gott dabei um Hilfe bitten. Dann kann es gelingen und unsere Welt ein wenig freundlicher machen.