Arbeitszeit

Arbeitszeit / Dienstpläne

 

    Was ist Arbeitszeit?

Die zu erbringende regelmäßige Arbeitszeit ist im Arbeitsvertrag festgelegt und bezeichnet das geschuldete wöchentliche Arbeitsvolumen, für das dem Arbeitnehmer das Tabellenentgelt gezahlt wird
Im Dienstplan wird die Arbeitszeit mit Uhrzeit durch Beginn und Ende für jeden Kalendertag festgelegt 
Arbeitszeit wird durch festgelegte Pausen unterbrochen (siehe Pausen)
Zeiten vor Beginn der Arbeit, während der Pausen und nach Ende der Arbeitszeit ist Freizeit 
auch Wegezeiten sind Arbeitszeit (siehe Wegezeiten)
8 Stunden Werktägliche Arbeit darf nicht überschritten werden (ArbZG §3)
eine Ausdehnung auf 10 Std. ist möglich (§7), diese muss dann dokumentiert und zwei Jahre aufgehoben werden, der Ausgleich hierfür muss innerhalb von 24 Wochen stattfinden
Bei Dienstreisen dürfen höchstens 11 Stunden am An- und Abreisetag entstehen – längere Zeiten werden nicht anerkannt.

Pausen (Arbeitsunterbrechung), Rechte  und Pflichten von Mitarbeitenden:

Pausen dienen dem Schutz der Mitarbeitenden vor Überanstrengungen, sie dient nicht nur der Festlegung der Höchstarbeitszeit, sondern auch dem Gebot von Pausen während der Arbeitszeit, §§ 4, 5 ArbZG.
Pausen müssen bei einer Arbeitszeit von mehr als 6. Std mindestens 30. Min., bei mehr als 9 Std. 45 Min. betragen, längere Pausen sind möglich. 
Länger als 6 Stunden darf ein Mitarbeitender ohne Ruhepause nicht beschäftigt werden.  ArbZG - § 4. Wird ein Mitarbeitender länger beschäftigt, riskiert der Arbeitgeber ein Bußgeld
Mitarbeitende müssen sich bei mehr als 6 Stunden Arbeit eine Pause von     30 Minuten anrechnen lassen, auch wenn sie meinen diese nicht zu benötigen
Pausenzeit kann aufgeteilt werden, eine Pause muss jedoch mindestens         15 Minuten lang sein
Pausen müssen im Dienstplan ersichtlich sein, ansonsten gelten sie nicht
Pausen sind Freizeit und werden nicht bezahlt. Wo und wie der Mitarbeitende sie verbringt ist Privat.
Pünktliches Wiederanfangen und in der Lage dazu sein ist Voraussetzung
Raucherpausen muss der Arbeitgeber weder dulden noch bezahlen
Zwischen Ende und Beginn der Arbeitszeit müssen 11 Std. frei liegen

Sonntagsarbeit:

Bei Sonntagsarbeit muss ein Ersatzruhetag in der kommenden Woche zur Verfügung gestellt werden. Da das Gesetz von einer 6-Tage Woche ausgeht, gilt auch der Samstag als Ersatzruhetag. Zusätzliche Stunden am Sonntag sind vom Ersatzruhetag nicht betroffen, diese werden immer angerechnet
Die DVO reduziert freie Sonntage auf 4 im Jahr

Bei Wegezeiten gilt als Arbeitszeit:

Wege die Innerhalb der Arbeitsstätten gemacht werden
Fahrzeiten von A nach B, einschließlich der entstehenden Pausen
Dokumentation 
Dokumentation zu Hause. Dann ist die Fahrt nach Hause ebenfalls Arbeitszeit
Wege innerhalb kommunalpolitischer Grenzen (Dienstgang)
Dienstreisen (Bewegung über kommunalpolitischer Grenzen Hinaus) 
Fahrten zu Fortbildungen  

Hierzu die Regelung in der DVO: es zählen Hin- und Rückreise, sowie die Zeiten am Dienst- und Fortbildungsort, höchstens jedoch 11 Std. täglich

Zusätzliche Veranstaltungen (z.B. Elternabende in Kita´s) werden mit Fahrzeiten, Dienstreisekosten und Dienstzeiten vor Ort vergütet
Der Weg zur Arbeit ist keine Arbeitszeit

Überstunden / Mehrarbeitsstunden:

bis 38,5 Std. (TV-L) bzw. 39 Std. (TVöD) sind Mehrarbeitsstunden, die mit 0,25% plus berechnet werden,
ab 38,5 Std. (TV-L) bzw. 39 Std. (TVöD) sind es Überstunden, die mit 0,25 Std plus berechnet werden.
Bei Kirchenmusikern wird ein Hauptgottesdienst immer mit 3,25 Std. berechnet

Arztbesuche:

Hierzu die Regelung in der DVO:

Wenn nicht anders möglich, während der Arbeitszeit erlaubt. Der Arbeitgeber kann dann nicht auf Mehrarbeitsstunden zurückgreifen, sondern muss einer Freistellung zustimmen

der Arbeitgeber kann einen Schichtwechsel vornehmen