Betriebsausflug

Betriebsausflug

Ein Betriebsausflug ist erst einmal eine positive Angelegenheit. Er soll das Zusammengehörigkeitsgefühl der Mitarbeiterschaft stärken, das Betriebsklima verbessern und den Umgang miteinander erleichtern. 

Davon profitieren sowohl die Beschäftigten, als auch die Führungsebene. Nobel vom Arbeitgeber, dass er pro Person 10,- € dazugibt. Einen Rechtsanspruch darauf gibt es nicht. Zwar gibt es Beispiele aus dem Bereich der freien Wirtschaft, wo der Arbeitgeber bei Betriebsausflügen alles bezahlt. Dies muss man allerdings auch im Verhältnis zur sonstigen Entlohnung setzen, denn dieses Geld hat der Arbeitgeber über die Gewinne mit den Beschäftigten erwirtschaftet. Im kirchlichen Bereich gibt es viele Beispiele, in denen der Arbeitgeber einen Betriebsausflugstag pro Jahr bewilligt, allerdings finanziell nichts dazugibt.

Bei der Bewilligung eines Betriebsausfluges werden die Mitarbeitenden vom Arbeitgeber von der Arbeit unter Fortzahlung der Vergütung freigestellt. 

Dies sehen insbesondere Teilzeitbeschäftigte häufig kritisch, da sie im Rahmen des Betriebsausfluges mehr Zeit verbringen als sie bei der Arbeit anwesend gewesen wären, und diese Stunden nicht vergütet werden. Hier sollte der Spaßfaktor und das Zusammengehörigkeitsgefühl überwiegen. 

Findet ein Betriebsausflug außerhalb der regulären Arbeitszeit statt, handelt es sich immer um Freizeitgestaltung ohne Anrechnung als Arbeitszeit. (Selbstverständlich darf der Arbeitgeber auf freiwilliger Basis anbieten, auch diese Zeiten als Arbeitszeit zu werten.)

Kein Mitarbeitender  kann gezwungen werden, an einem Betriebsausflug teilzunehmen. Trotzdem möchten wir an jeden Mitarbeitenden appellieren, beim Betriebsausflug dabei zu sein, da sonst die Gefahr besteht, sich selber durch die Nichtteilnahme ins Abseits gegenüber den anderen Kolleginnen und Kollegen zu stellen. Trotzdem bleibt die Teilnahme am Betriebsausflug freiwillig.

Mitarbeitende, die eine Teilnahme ablehnen, müssen an diesem Tag arbeiten, Mehrarbeitsstunden abbauen oder Urlaub nehmen. Grundsätzlich muss der Arbeitgeber dem Mitarbeiter eine Arbeit anbieten, wenn dieser arbeiten möchte, es sei denn, es ist ein entsprechendes Guthaben auf dem Habenstundenkonto (Über- oder Mehrarbeitsstunden) vorhanden. Da Habenstunden im Rahmen der betrieblichen Notwendigkeiten abzubauen sind, kann in einem solchen Fall die Dienststellenleitung festlegen, dass am Tag des Betriebsausflugs Habenstunden abgebaut werden. 

Der Verbrauch eines Urlaubstages kann nur auf freiwilliger Basis geschehen, wenn der Beschäftigte damit einverstanden ist. 

Im Kitaverband gibt es beim Nichtvorhandensein von Habenstunden die Möglichkeit,  in einer anderen Kita des Verbandes als Springkraft eingesetzt zu werden.

Desweiteren besteht der gesetzliche Unfallschutz weiter bei Betriebsausflügen einzelner Kindertagesstätten wie die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege mitteilt. Sie wiesen darauf hin, dass eine derartige Veranstaltung grundsätzlich allen Beschäftigten offenstehen müsse und mindestens 20 % der Belegschaft anwesend sein müssen.