Freistellung bei Krankheit eines Kindes

Es  besteht  für Mitglieder der gesetzlichen Krankenkasse die Möglichkeit, 

sich unbezahlt vom Arbeitgeber freistellen zu lassen. 

Die Krankenkasse zahlt in dieser Zeit Krankengeld. 

 

Voraussetzung für diese Freistellung nach § 45 SGB V (Sozialgesetztbuch) ist, dass:

das Kind noch keine 12 Jahre alt ist, 
die Betreuung oder Pflege aus ärztlicher Sicht erforderlich ist, 
über die Krankheit ein ärztliches Zeugnis vorgelegt wird und 
im Haushalt keine andere Person lebt, die das Kind betreuen kann.

Liegen diese Voraussetzungen vor, können Versicherte sich wie folgt unbezahlt von der Arbeit freistellen lassen: 

 

je Elternteil  je Kind bis zu 10 Arbeitstage im Jahr, 
bei mehreren Kindern jedoch für höchstens 25 Arbeitstage je Elternteil, 
als Alleinerziehende 20 Arbeitstage im Jahr, 
bei mehreren Kindern als Alleinerziehende für höchstens 50 Arbeitstage im Jahr.

Ist die Freistellung zur Pflege und Betreuung infolge eines Unfalles des Kindes 

im Kindergarten, im Hort oder in der Schule sowie auf dem Weg dorthin oder 

nach Hause erforderlich, wird Krankengeld von der Unfallversicherung gezahlt.